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 © 2008 Ausbildungsverbund
               Lüneburg e.V.

Fachinformatiker / -in - Fachrichtung Systemintegration

 

Kurzbeschreibung In der Fachrichtung Systemintegration planen und konfigurieren Fachinformatiker/innen IT-Systeme. Als Dienstleister im eigenen Haus oder beim Kunden richten sie diese Systeme entsprechend den Kundenanforderungen ein und betreiben bzw. verwalten sie. Dazu gehört auch, dass sie bei auftretenden Störungen die Fehler systematisch und unter Einsatz moderner Experten- und Diagnosesysteme eingrenzen und beheben. Sie beraten interne und externe Anwender bei Auswahl und Einsatz der Geräte und lösen Anwendungs- und Systemprobleme. Daneben erstellen sie Systemdokumentationen und führen Schulungen durch.
Die Kernqualifikationen sind sowohl bei der Anwendungsentwicklung als auch bei der Systemintegration identisch. Hierbei handelt es sich um Datenbanktheorie, -entwurf und -abfrage, moderne Analyse- und Entwurfs- und Implementierungsmethoden in der objektorientierten Softwareentwicklung und der Systemtechnik, umfassende Kenntnisse betriebswirtschaftlicher Analyse, Steuerung und Kontrolle, Projektplanung sowie Kommunikationstechniken.
 


Ausbildungsinhalte
  • wie man Betriebssysteme und deren Anwendungsbereiche unterscheidet
  • worauf man beim Testen von Systemen achten muss
  • wie man Programmierlogik und -methoden anwendet
  • wie man Kunden informiert und berät
  • wie Daten und Funktionen zu Objekten zusammengefasst, Klassen definiert und Hierarchiediagramme erstellt werden
  • was beim Erstellen von Testkonzepten und -plänen zu beachten ist
  • wie Ergebnisse der Betriebsabrechnung für Controllingzwecke ausgewertet werden
  • worauf man beim Entwerfen von Datenmodellen achten muss
  • wie Netzwerkarchitekturen voneinander unterschieden werden
  • wie man Verfahren des Datenaustauschs anwendet
  • wie man Hard- und Softwarekomponenten in bestehende Systeme einpasst und in Betrieb nimmt
  • wie Softwarearchitekturen in Netze integriert werden
  • was man beim Einrichten von Bedienoberflächen und Benutzerdialogen beachten muss
  • Schulungsziele und -methoden festzulegen
  • wie Systeme unter Beachtung der Betriebsabläufe gesteuert werden
  • wie man Benutzerprobleme analysiert und Vorschläge zur Problemlösung unterbreitet
  • wie der Ausbildungsbetrieb aufgebaut ist und wie er mit Wirtschaftsorganisationen, Behörden und Verbänden zusammenarbeitet
  • welche gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag entstehen
  • wie die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften angewendet werden
  • wie Umweltschutzmaßnahmen beachtet werden
   
Arbeitsumfeld / Arbeitsbedingungen Fachinformatiker/innen der Fachrichtung Systemintegration arbeiten in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche, v.a. aber in der IT-Branche. Sie sind auch in IT-Abteilungen von Unternehmen tätig, um die IT-Infrastruktur einzurichten und zu betreuen.
Beispiele hierfür sind:
  • IT, DV, Computer
  • Chemie, Pharmazie, Kunststoff
  • Elektro
  • Fahrzeugbau, -instandhaltung
  • Finanzdienstleistungen, Immobilien
  • Medien, Informationsdienste
  • Metall, Maschinenbau, Feinmechanik, Optik
  • Nahrungs-, Genussmittelherstellung
  • Papier, Druck
  • Textil, Bekleidung, Leder
  • Werbung, Public Relations
  • Öffentliche Verwaltung, Sozialversicherung, Verteidigung
   
Eignungen/Interessen
  • Interesse an Datenverarbeitung und Informatik
  • Neigung zu systematischem Denken und planvollem Vorgehen (z.B. auftretende Störungen unter Einsatz moderner Experten- und Diagnosesysteme systematisch eingrenzen und beheben)
  • Neigung zu kundenorientierter Tätigkeit (z.B. Anwender bei Auswahl und Einsatz von Rechnern und Netzwerken beraten, unterstützen und informieren)
  • Neigung zu planender und organisierender Tätigkeit (z.B. kundenspezifische IT-Lösungen durch Integration von Hard- und Softwarekomponenten zu komplexen Systemen planen und realisieren)
  • Neigung zu schriftlicher Tätigkeit (Systemdokumentation, Bedienerhandbuch, Onlinehilfen erstellen)
   
Sonstige Infos Ausbildungsdauer und Verkürzung:
Die Ausbildung dauert 3 Jahre, kann aber auch auf 2 Jahre verkürzt werden.

Prüfung: Am Ende der Ausbildung steht eine schriftliche Prüfung, ein reales 70 Stündiges, betriebliches Abschlussprojekt, die schriftliche Dokumentation, die mündliche Präsentation des Abschlussprojekts und ein Fachgespräch hierüber vor einem IHK-Prüfungsausschuss. Bei erfolgreicher Teilnahme an diesen Prüfungen wird dem Auszubildenden der staatliche Abschluss „Fachinformatiker/in Systemintegration“ zuerkannt

 

 Quellenangabe und weitere Informationen : HIER